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Hans-Rudolf Schenker im Gespräch mit Katrin Hasler.

"Die Diskussion über den Sinn oder Unsinn von Radarkontrollen geht oft an der Realität vorbei."

Es ist jedem klar, wenn jemand Opfer eines Rasers wurde, das bei dem Opfer wie auch seinen Angehörigen, das Verhältnis zum Verkehr und zu den Automobilisten gestört ist.
Das durch diese Menschen mehr Geschwindigkeitskontrollen verlangt werden, kann jeder nachvollziehen.

Es muss aber auch einmal gesagt werden, dass es in der Wirklichkeit nur sehr wenige Raser gibt. Wenn einmal, meist aus Zufall und nicht durch eine Geschwindigkeitskontrolle, ein Raser erwischt wird, wird dieser Fall enorm hochgespielt und den Eindruck erweckt, dass es auf der Strasse nur Raser gibt oder jeder Automobilist ein Raser sei. Das ist absolut Ungerecht gegenüber der grossen Mehrheit der Automobilisten. Wenn ich den Ablauf einer Geschwindigkeitskontrolle betrachtet und analysiere komme ich auf ein ganz anderes Ergebnis.

Wie läuft eine Normale Geschwindigkeitskontrolle ab. Die Polizei sucht sich ein gutes Versteck. Das Versteck muss so gelegen sein, dass die Polizei von den Verkehrsteilnehmern nicht gesehen oder wahrgenommen werden kann.
Es wird versteckt und gut getarnt eine Kamera aufgestellt oder ein Polizist geht mit einem Laser-Gerät auf die Pirsch nach Verkehrsteilnehmern die die Geschwindigkeit, meistens nur um wenige km/h, überschreiten.
Dabei ist es natürlich wichtig, die Lage so zu wählen, dass möglichst viele Bussen eingetrieben werden können, denn die Verkehrssicherheit ist nur sekundär und nicht von Bedeutung.
Der Laser-Gerät Jäger (Polizist) freut sich riesig bei jedem ertapptem (erlegtem) Verkehrsteilnehmer, das wirkt sich natürlich positiv auf seine Qualifikation aus.
Nur mit Verkehrssicherheit hat das nichts zu tun! Es muss aber auch gesagt werden, dass nicht alle Polizisten so sind. Es gibt einige Polizisten, die machen wirklich einen guten Job.
Diese Polizisten leiden dann bei ihrer Qualifikation.

Genau diese versteckten Kontrollen müssten verboten werden! Durch diese Kontrollart bemerkt der Automobilist wie der Motorradfahrer nicht, dass er zu schnell unterwegs und durch eine Kontrolle gefahren ist. Er fährt mit der gleichen überhöhten Geschwindigkeit weiter und kann dadurch eventuell zur Gefahr werden. Würde der Verkehrsteilnehmer wenigstens mitkriegen, dass er zu schnell ist oder die Kontrolle sehen, so hätte die Kontrolle die Wirkung gehabt, die das Gesetz für Kontrollen vorsieht, das Einhalten der erlaubten Höchstgeschwindigkeit.
Ich habe Stunden verbracht um zu sehen wie Automobilisten reagieren, wenn sie merken, dass sie zu schnell sind. Das kann sehr gut beobachtet werden an den Stellen, wo die Geschwindigkeitsautomaten aufgestellt sind.

Sobald ein Automobilist auf der Anzeige sieht, dass er die erlaubte Geschwindigkeit überschreitet, reduziert der Automobilist augenblicklich seine Geschwindigkeit. Es ist jedem klar, dass im Autofahren nicht ständig nur auf den Tacho geschaut werden kann.  Ansonsten müsste der Tacho vorne in der Windschutzscheibe eingebaut werden.


Noch besser sind die Warngeräte, diese erfüllen zu 100% ihre Aufgabe und erinnern den Fahrzeuglenker an die erlaubte Höchstgeschwindigkeit, die dieser auch sofort einhält. Die Gegner der Warngeräte haben natürlich wieder Haarsträubende Argumente dazu erfunden. Wie zum Beispiel: „Durch die Warngeräte geht der Automobilist kurz vom Gas und sobald er an der Kontrollstelle vorbei ist gibt er wieder Gas“. Es gibt sicher ganz wenige solche Verkehrsteilnehmern, aber darf durch diese paar wenigen alle in den gleichen Topf geworfen werden? Wenn das so ist, müssen alle Messer verboten werden! Es gibt ja auch Menschen, die mit einem Messer andere Verletzen und Morden. Die absolute Mehrheit nimmt aber das Messer zum Schneiden und zum Essen. Genau gleich ist es mit dem Warnsystem, die absolute Mehrheit nimmt ein Warnsystem um nicht straffällig zu werden! Wie heisst es doch so schön – „jedes Mittel ist erlaubt um sich vor Strafftaten zu schützen“! Leider gibt es aber vom Staat einen ungeschriebenen Zusatz – „aber nur dann wenn der Staat seine Einnahmen gleichwohl hat“.

Daher ist es wichtig, dass wir Verkehrsteilnehmer uns gegen diese Abzockerei durch den Staat nicht einfach gefallen lassen sondern entgegentreten!

Ich werde für uns Verkehrsteilnehmer weiterkämpfen, aber dazu brauche ich auch Ihre Unterstützung!

Ihr Radarzentrale-Team

Hansruedi Schenker