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Michael Vogt im Gespräch mit dem Initianten des Wasserwirbelkraftwerks, Andreas Steinmann, Genossenschaft Wasserwirbelkraftwerke Schweiz.

Der jährliche Stromverbrauch stieg in den letzten 50 Jahren um 2% pro Jahr und hat sich seither vervierfacht. Ein Wasserwirbelkraftwerk der «Genossenschaft Wasserwirbelkraftwerke Schweiz» (GWWK) ist ein kleines Flußkraftwerk, welches zur Erzeugung von Naturstrom bei einem Gefälle ab 0,7 m und Wassermengen ab ca. 1000 Liter pro Sekunde geeignet ist. Die damit verbundene erneuerbare Stromerzeugung mit der Natur ermöglicht Renaturierung, Revitalisierung und Fischdurchgängigkeit.

Die Technik ist nicht mit einem herkömmlichen Kleinwasserkraftwerk zu vergleichen. Sie beruht auf einem Becken mit einem zentralen Abfluß. Darüber bildet sich ein Wasserwirbel, der mit Hilfe der Schwerkraft bzw. Höhendifferenz einen langsam drehenden Rotor mit ca. 20 Umdrehungen pro Minute bewegt. Das Wasser wird also über einen Einlaufkanal zum runden Rotationsbecken geführt und durch eine zentrale Abflußöffnung in der Mitte des Beckenbodens in eine Rotationsbewegung versetzt. In diesen Wasserwirbel wird ein Rotor gestellt. Dieser treibt den Generator an, der den Strom produziert und ins Netz einspeist.

Wasserwirbelkraftwerke der «Genossenschaft Wasserwirbelkraftwerke Schweiz» sind dank der innovativen, einfachen, wartungsarmen Technologie für einen Dauerbetrieb von rund 50 bis 100 Jahren ausgelegt. Wasserwirbelkraftwerke können zwar nicht überall gebaut werden – notwendig ist ein Gefälle ab 0,7 Meter und Wassermengen ab ca. 1000 Liter pro Sekunde – aber allein in der Schweiz sind mehrere Tausend Standorte möglich.

Im Verhaltenskodex der bewußt als Genossenschaft etablierten GWWK (zur Verhinderung feindlicher Übernahmen) ist u. a. festgehalten, daß alle Tätigkeiten langfristig, unter Beachtung ökologischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Ressourcen erfolgen sollen. Zudem wird die Technologie laufend weiterentwickelt.