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Stefan Doliwa im Gespräch mit Michael Vogt über Steinkohle als einer bewußt verspielten Alternative einer autarken Energieversorgung.

Den wenigsten Menschen ist bewußt, daß das angeblich so umweltfreundliche Erdgas ein Abfallprodukt der natürlichen Verkohlung darstellt. Steinkohle ist nichts anderes als hochverdichteter Urwald aus dem Tertiär, der durch hohen Druck und hoher Temperatur verkohlt wurde. Bei diesem Prozeß setzte sich auch Erdgas in Form von Methan ab. Das Methan, welches nicht den Weg in die Atmosphäre schaffte, blieb in der Erdkruste hängen und wird nun mittels Hydraulic Fracturing gewonnen. Eine Methode, die in Bezug auf sauberes Trinkwasser und einem funktionierenden Ökosystem sehr bedenklich ist. Hauptsache, man kann es irgendwie mit dem CO2-Haushalt erklären. Der mechanische Abbau von Kohle und deren Verbrennung hingegen wird von der Umweltlobby scharf kritisiert.

Wenn man sich die Geschichte der Deutschen Steinkohle ansieht, kommt man von dem Eindruck nicht los, daß ein versteckter Krieg gegen die Deutsche Bevölkerung geführt wird. Nach dem 2. Weltkrieg wurde Deutschland in 4 Gebiete geteilt. Westdeutschland, die DDR, dem polnisch verwalteten Ostgebieten und den russisch verwalteten Ostgebieten. Während in dem russisch verwalteten Gebiet die Steinkohle aus Rußland kam, blieben die schlesischen Gruben bis heute in Betrieb. Auf dem Gebiet der DDR gab es keine Steinkohle, weshalb sich die DDR mit Braunkohle begnügte und nur über Bedarfsscheine Steinkohle streng rationiert ausgab. Der dabei ausgeteilte BRD-Koks wurde auf dem Schwarzmarkt der DDR hoch gehandelt, da die russische Steinkohle nicht richtig brannte. In der (Alt) BRD gab es viele Entwicklungen, die eine autarke Energieversorgung Deutschlands zunehmend beschnitten.

  • Zuerst erhielten fremde Staaten mit der Gründung der Montanunion am 18. April 1951 Zugriff auf die westdeutsche Steinkohle. Mit dem Fall der Binnenzölle und der Angleichung der Außenzölle konnten nach der Umsetzung der französischen Idee Frankreich, Italien, Belgien, Luxemburg und die Niederlande kostengünstig auf die Deutsche Steinkohle zurückgreifen. Interessant ist hierbei zu erwähnen, daß diese Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) 1957 in die Europä-ische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) mündete, dann in die EG und schließlich in die EU. Ein Schelm, wer hierbei an den ESM denkt.
  • Während der Steinkohlenbergbau weltweit in den 70 und 80er Jahren boomte, steigerten sich die Kosten bei der deutschen Steinkohle und wurde deshalb zusehends durch Importkohle ersetzt. Hinzu kam, daß der Hausbrand immer stärker durch das billige Erdöl ersetzt wurde. Diese Erdöltechnik sparte nicht nur Geld, sondern war auch noch komfortabler in der Bedienung.
  • Während sich der weltweite Steinkohlebedarf in den letzten 20 Jahren verdoppelte, sank er in der BRD um 25%. Der deutsche Steinkohlebedarf kann jetzt nur noch über Importe gedeckt werden. Wurden vor ca. 20 Jahren nur um ca. 20% Importkohle benötigt, so beträgt Ihr Anteil derzeit ca. 80%. Also Deutschland steht, sollte es keine Steinkohle mehr aus dem Ausland erhalten.
  • Am 7. Februar 2007 wurde die politische Entscheidung getroffen, den subventionierten Steinkohlenbergbau in Deutschland im Jahre 2018 zu beenden. Dieser Beschluß, der durch das Steinkohlefinanzierungsgesetz vom Deutschen Bundestag noch im gleichen Jahre umgesetzt wurde, macht die BRD endgültig zum Spielball ausländischer Mächte.
  • Mit diesen tiefen Einschnitten nahm auch die Zahl der Kohlehändler ab. Diese sind nun in der BRD je nach Gebiet im Regelfall von zwei Monopolisten abhängig. Generell bieten diese Kohlehändler Braunkohle für 250Euro pro Tonne an, so ist ein 4- bis 6-facher Weltmarktpreis bei der Steinkohle bei ihnen nicht selten.
  • Firmen, die steinkohletaugliche Produkte herstellen, stellen diesen Vorteil in der BRD nicht heraus. Im Gegenteil, sie machen diesen Wettbewerbsvorteil schlecht.

Man sieht hieran, daß die BRD sich mit der Abkehr von der Steinkohle erpreßbar macht und die Menschen in der BRD die Steinkohletechnik ausgeredet und unwirtschaftlich gemacht wird. Dabei sollten gerade Menschen, die sich auf die Krise vorbereiten, der Steinkohle eine besondere Aufmerksamkeit schenken.

Denn:

  • Steinkohle weist eine geringe Besteuerung auf
  • Steinkohle weist eine sehr hohe Energiedichte (29MJ/kg) auf
  • Steinkohle weist eine sehr hohe Dichte (1200kg/m³) auf
  • Steinkohle ist unproblematisch zu lagern, da es trocken nicht verrottet oder größere Mengen Wasser aufnimmt
  • Steinkohle verbrennt rauchfrei und ist nahezu geruchlos
  • Peak-Coal liegt in weiter Ferne, sodaß ein Mangel an Steinkohle nicht zu befürchten ist
  • Steinkohle unterliegt wesentlich schwächer den Preissteigerungen als andere Energieträger
  • Steinkohle ist konkurrenzlos günstig (bis zu 70% günstiger als Öl oder Gas)
  • Steinkohleheizungen stellen keinen hohen Investitionsbedarf dar (er hat sich nach zwei Jahren Betrieb bereits amortisiert)