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Dr. med. Ulrich Mohr, Arzt, Trainer und Leiter des „Sinngemeinschaft Gesunder Menschenverstand e.V.“, im Gespräch mit Michael Vogt über Krankheit und Gesundheit und das Ende der großen Verwirrung.

Fehlt den Menschen in der heutigen Zeit etwas? Ja. An erster Stelle ist es vor Allem der verloren gegangene Blick für den großen Zusammenhang des Lebens. Unsere Vorfahren hatten ihn noch. “Jahrtausende der Kriege waren nur möglich, weil die Menschen nie das große Bild sehen konnten. Sie erkennen es weder in sich noch im Außen. So sind Menschen bis heute Spielball in einem globalen Machtpoker, der ihre Gesundheit und ihr ganzes Leben herunterzieht.” Wir sind mit unserer Existenz eingebettet in Kreisläufe. Diese können wir verstehen, weil sie einfach sind. Die unendliche Vielfalt ihrer Auswirkungen ist hingegen im günstigsten Fall zu erahnen.

Wer die Kreisläufe und wahren Naturgesetze kennt, hat beste Aussichten auf Gesundung, Gesundheit und ein erfülltes, waches Leben. “Wir erkennen als Verein den Sinn unseres Tuns in der Verbreitung erweiterter Blickwinkel und funktionierende Wege zur Selbstheilung. Kampf gegen Bestehendes läßt niemals Neues entstehen. Die Natur lehrt, daß Neues entsteht, während daneben Altes vergeht. Diese Erfahrung geben wir weiter. Und wir gestehen, es macht Freude, diese Berufung zu folgen.

Waches Leben ohne Pillen und Therapien: Die Natur ist geprägt von einer glasklaren und sehr verbindlichen Einfachheit. Ausnahmslos alles reguliert sich in vernetzten Kreisläufen ganz von selbst, so wie „es heilt“. Das gilt für Pflanzen genau so wie für Säugetiere und so unbequem die Aussage sein mag, auch für den Menschen. Schulmedizin, Alternativmedizin, Energiemedizin oder auch Geistheilung und die Arbeit mit Engeln sind dagegen nichts anderes als mehr oder weniger weitreichende Verirrungen des menschlichen Geistes. Sie schaffen genau die Probleme sprich Krankheiten, die sie anschließend mit viel Theatralik wieder zu beheben suchen. In diesem Rahmen ist Fortschritt das Fortschreiten in einer Sackgasse. Diese Irrungen zu kleiner Weltbilder werden mit dieser Feststellung nicht bewertet. Sie sind als not-wendige und wesentliche Schritte auf dem menschlichen Erfahrungsweg erkannt. Halten wir daher wertfrei fest: Es ist so, wie es ist.

UND wisse: Ich will Dich nicht mit meinen Worten in Deinem Weltbild beleidigen, durchaus aber ent-täuschen. Doch mache bitte, bitte weiter mit all dem, was Dir momentan richtig und wichtig erscheint. Es will, soll und muss gelebt und durchlebt werden. Warum ich dann überhaupt so konfrontierend deutlich werde, fragst Du vielleicht? Nun, wenn Du mal erleben solltest, dass bewährte Vorgehensweisen plötzlich nicht mehr funktionieren, wirst Du Dich möglicherweise an meine Worte erinnern. Dann mag es Dir leichter fallen, entspannter in ein neues Lebens- und “Wirkmodell” einsteigen, das nicht weniger relativ sein wird.
Natur kennt weder Therapie noch Therapeut, ja noch nicht einmal Krankheit im Verständnis des Menschen. Eindrucksvollstes Negativbeispiel dürfte die Landwirtschaft sein. Je mehr der Mensch, in die Kreisläufe eingriff, um so mehr geriet durch sein kleingeistiges „Gefummele“ alles aus den Fugen. Heute bekämpft die moderne Agrarwirtschaft mit hochgiftiger Chemie die Nebenwirkung der Nebenwirkung menschlicher Eingriffe. Am Ende dürfen wir uns mit verseuchten Nahrungsmitteln statt energiereichen Lebensmitteln die Mägen füllen. Nichts anderes geschieht seit Jahrhunderten in der Medizin.

Das Institut für Gesunden Menschenverstand e.V. respektiert diese klare Botschaft der Natur samt ihrer nicht weniger klaren Gesetze. Die Erfahrung mit vielen tausend Patienten hat Dr.med. Ulrich Mohr, den Begründer der Simplonik (Wisenschaft von der Einfachheit), samt seiner eigenen Leidensgeschichte gelehrt, diese Einfachheit anzuerkennen. Das fiel ihm keineswegs leicht, weil er zuletzt sogar als Ganzheitsmediziner nach langer Krankheitsgeschichte durch seine Spontanheilung endgültig den Boden unter den “Therapeutenfüßen” verlor. Das führte zu seinem vollständigen Ausstieg aus der Medizin.

Krankheiten sind Signale, sonst nichts – Signale einer aus den Fugen geratenen Balance. Therapie ist also kaum die heilende Antwort. Vielmehr geht es um eine geschärfte Wahrnehmung und Rückbesinnung, um den Signalen zur Lebensoptimierung folgen zu können. Das sensible Befolgen dieser Wegweiser entspricht in gewisser Weise einer Rekultivierung. Ein vollkommen desolater Ackerboden kann durch geeignete Maßnahmen wieder gesunden und sich selbstregulierend werden. Das hat eindrucksvoll die Permakultur bewiesen. Die Verseuchung durch chemischen Dünger, impotentes Saatgut, Monokultur und Maschinen weicht kraftvoller und potenter Natur. Dies gelingt oft sogar in erstaunlich kurzer Zeit.

Der Ackerboden des Menschen sind im übertragenen Sinne sein Körper und seine Psyche. Diese Analogie zur Landwirtschaft, die schließlich auf denselben Naturprinzipien basiert, hat klar formulierbare Handlungskonsequenzen. Ich kann nicht plötzlich „alles stehen und liegen lassen“. Einem zur Monokultur heruntergekommenen Fichtenwald kann man zwar einfach den Rücken zukehren und nichts mehr tun. Die relativ unmittelbare Folge ist jedoch das Absterben des Waldes. Ähnliches gilt für den Menschen. Wer sich in die Sackgasse (genau genommen ein Erlebnisfeld) gleich welcher Therapie eingelassen hat, kann in den seltensten Fällen von einem Tag zum anderen alles sich selber überlassen. Die Rekultivierung sprich der Ausstieg aus jeglicher Therapie braucht eine gewisse Zeit und eine dem Überleben dienliche Vorgehensweise.