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Michael Vogt im Gespräch mit Jürgen Block und Dr. med. Wolfgang Vogelsberger vom Bruno Gröning-Freundeskreis über Leben und Werk von Bruno Gröning.

«War es nicht immer so, dass der Verstand des Menschen das ‚Neue’ kritisierte und sogar verspottete, bis sich der wahre Kern durchsetzte und die Wahrheit zur Wirklichkeit wurde?» Bruno Gröning, der diese Frage in den 50er Jahren an seine Zuhörer richtete, hat genau das in seinem Leben auf unvorstellbare, ja bitterste Art und Weise erfahren müssen. Nach den ersten wahrheitsgetreuen Berichten über sensationelle Heilungen, insbesondere in Herford und Rosenheim im Jahr 1949, wendete sich in den Folgejahren ein Großteil der Presse und damit auch der sogenannten «öffentlichen Meinung» gegen ihn.

Im Frühjahr 1949 strömten Tausende ins westfälische Herford. Im Herbst des gleichen Jahres zog es bis zu 30 000 Menschen täglich zum Rosenheimer Traberhof unweit von München. Ein Elendsheer von Kranken und Leidenden. Sie hatten allesamt ein Ziel: Bruno Gröning. Für viele war der Heiler die letzte Hoffnung. Vom Krieg geschlagen, von Ärzten aufgegeben, kannten diese Menschen nur noch einen Wunsch: gesund zu werden, befreit von Not und Schmerzen. Obwohl Bruno Gröning immer die Zusammenarbeit mit den Ärzten suchte, kam es zu weiteren Heilverboten, in den folgenden Jahren sogar zu einem Gerichtsprozeß. So konnte er fortan nur noch in kleinen Kreisen wirken. Aber auch dort wurde er behindert, hauptsächlich von vermeintlichen Helfern, die an ihm Geld verdienen wollten und deshalb von ihm zurückgewiesen wurden. Einige von ihnen schworen Rache und verbündeten sich mit seinen Gegnern. In diesen Jahren kamen verlockende Angebote aus dem Ausland, und es wäre für Bruno Gröning ein Leichtes gewesen, reich und berühmt zu werden. Aus Amerika winkten die Dollars, wenn er sich auf eine ShowTournee eingelassen hätte. Gröning widerstand allen Versuchungen und blieb in Deutschland, obwohl ihm dort konstant größte Hindernisse in den Weg gelegt wurden. Sein Plan, von Deutschland aus auch in anderen Ländern Heilstätten zu errichten, wurde vereitelt. 1958 wurde ihm durch ein Gerichtsurteil in ganz Deutschland jegliche Heileraktivität verunmöglicht. Anfang 1959 reiste er nach Paris und verstarb dort am 26. Januar 1959.

Sein Wirken geht bis heute. Der Bruno Gröning-Freundeskreis ist mittlerweile weltweit bekannt. Die Bedeutung und Wirkung der Botschaft, die Bruno Gröning mit seinem Leben und seinen Worten den Menschen übergeben hat, bewahrheitet sich auch in unseren Tage tausendfach. Heilungsberichte aus aller Welt geben Zeugnis davon, daß Menschen Zugang finden können zu einer Kraft, die selbst vor dem von ärztlicher Seite so oft ausgesprochenen Urteil «unheilbar» nicht haltmacht. Eine Kraft, die erfolgreicher und allumfassender Not und Leid beseitigt, als es dem menschlichen Können und Wissen auch nur im Entferntesten möglich wäre. Bruno Gröning sprach von der «göttlichen Heilkraft», dem «Heilstrom». Er war überzeugt davon, daß sich der Mensch mit Hilfe seiner Lehre diese Kräfte nutzbar machen kann.