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Helmut Heinz Stradal, mitteleuropäisch bekannter Heiler der 1970er- und 1980er-Jahre sowie Anwenders eines außeruniversitären Psychotherapieverfahrens im Gespräch mit Michael Vogt über Heilungswunder und ihre Ursachen.

1973 auf die ihm unbewußte Heilerbefähigung angesprochen, reagierte Stradal, wie man als physikalisch orientierter Mediziner im vorgerückten 20. Jahrhundert wohl reagieren mußte: Er schälte das, was damals unter Heilmagnetismus, Mesmerismus, Handauflegen oder völlig mißverstanden als Geistheilung rangierte, methodisch aus dem nebulosen, völlig unzeitgemäßen Erklärungswirrwarr heraus. Der Begriff Manomagnetik charakterisierte sein medizinisch und physikalisch untermauertes Verfahren, das „ewige Selbstheilungsprogramm“ des Körpers wieder mächtig zu machen. Schließlich bestätigten Entwicklungen der Stanford University anno 1977 seine physikalische Sicht der chemo-elektrischen Körperabläufe, deren Felder und ihrer therapeutischen Nutzbarkeit.

Seine Heilungserfolge und der wissenschaftliche Zugang zu dem, was wir den Urgrund aller Heilung nennen können, offenbarte ihm: Er heilte nicht direkt. Er regte auf Basis energetischer Wechselwirkungen körperliche Prozesse an, die den Heilungsprozessen der sonst als Wunder gedeuteten Spontanheilungen entsprechen. Das jahrelange Erleben der von ihm mitgesteuerten Wechselwirkungen zwischen Potentialen, beginnend bei den Organen bis hin zur einzelnen Zelle inklusive Gene war die erste Stufe zur Entschlüsselung des Phänomens Spontanheilung und ihrer möglichen bewußten und absichtlichen Nachahmung.

Die nächste Erkenntnisstufe war eine außeruniversitäre Form von Psychotherapie. Total ohne äußere Einflüsse, also auch ohne jegliche Wechselwirkung zwischen Körperfeldern, brachten Bewußtwerdungen Heilungen auf genau derselben Schiene wie die großen Spontanheilungen bzw. Spontanremissionen. In beiden Fällen laufen körperliche Selbstheilungsprozesse sozusagen durch einen Wechsel innerer Wirklichkeiten an. Im Fall von Spontanheilungen passiert dies immer durch unerwartete und nie auf Heilung zielende äußere Ereignisse; also ohne unser Wissen und Zutun, von den Geheilten unbemerkt und unverstanden.

Diese Erkenntnisstufe des Autors ergänzte sich wesentlich im Rückblick auf die Spontanheilung vom Diabetes Typ1 im 20. Lebensjahr, als eine medizinische Berufsrichtung noch nicht einmal angedacht war. Eine nochmalige Erweiterung des Verständnisses für Heilungen aus dem Geist kam, als Stradal mit 53 von einem Moment auf den anderen von einer 15 Jahre waltenden MS plus Morbus Parkinson erlöst wurde. Beide hatten wohl auch eine Anlage als Mitursache, entstanden im Wesentlichen aber zufolge beruflicher Selbstausbeutung und mehrerer anderer Belastungsfaktoren.

Das Heilungswunder grundsätzlich für alle da sind und es überhaupt nichts gibt, was dem eigentlichen Leben zu hoch wäre, ist richtig. Es erklärt sich mit der selbstheilenden Natur des eigentlichen Lebens, aus dem wir kommen, und dessen Erscheinungsform wir sind. Denn es erschafft ununterbrochen Neues, trägt, kontrolliert und steuert sich selbst – Minute für Minute, Sekunde für Sekunde. Versteht man das Wesen des eigentlichen Lebens, wohin das Buch vielschichtig führt, erkennt man auch: Dieses Leben, aus dem wir kommen, ist vollkommen unfähig, seinen Geschöpfen (uns) zu schaden. Doch genau das fürchten viele Menschen, die sich für nichts öffnen wollen, wenn sie es nicht vorher kontrollieren können. Aber Krankheit oder Störung sind der Natur des Lebens total fremd, woraus auch folgt, daß sich unser Immunsystem durch biologische Lernprozesse erst entwickeln muß.

Das aber nicht alle Schwerkranken zur wunderbaren Heilung gelangen können, unterliegt ebenfalls den Gesetzen des Mysteriums Leben. Denn da grenzen sich nicht nur diejenigen selbst aus, die alles abweisen, was nicht aus der Schulmedizin kommt. Auch alle, die sich der förderlichen Erkenntnis verschließen, daß man sich nicht heilmachen oder heilmachen lassen kann, sobald es aus dem Blickwinkel der gesamten Heilkunde „unheilbar“ heißt. Sie krallen sich daran fest, daß nur der Mensch es kann und suchen verbohrt nach Rezepten oder Techniken, um das nicht machbare doch zu machen – der Irrweg des zeitgemäßen Machertums. Unter vielem Anderen fallen auch diejenigen durch das Netz, die zwar die heilende Macht des Geistes anrufen, diesem aber vorgeben wollen, wann und wie er zu wirken hätte.

Die Devise lautet, es ’passieren’ zu lassen, indem wir unseren Lebens-Urpotentialen ihre Macht zurückgeben. Das braucht die Wiederherstellung einer ungestörten Kommunikation zwischen Geist (Spirit, nicht Verstand) und ewigem körperlichem Selbstheilungsprogramm. Doch auf welchen Wegen?

Weg 1 zur großen Heilungen ist das angesprochene Verstehen der klassischen, unerwarteten und unvorbereiteten Spontanheilung bzw. Spontanremission. Diese Heilungsform wird dem Glücklichen ausschließlich von Mutter Natur zugesprochen. Und zwar durch unerwartete und unbeabsichtigte äußere Ereignisse – ohne sein Wissen und Zutun. Und erfreulicher Weise ’passiert’ sie Tausende Male öfter, als man uns wissen läßt. So offenbart sie uns auch ihren gemeinsamen Nenner.

Auf unserem Lehrpfad ist dabei wichtig zu wissen, daß sogar ein überwiegender Teil spontan geheilter Menschen nie an Heilung oder Überleben einer diagnostizierten Unheilbarkeit geglaubt hat, und trotzdem….. Die für alle Spontanheilungen geltende Erklärung ist, daß angesprochene äußere Ereignisse eine meist gar nicht bemerkte Verwandlung der inneren Wirklichkeit bewirken, wobei sich Geist (Spirit, nicht Verstand) und unser ewiges Selbstheilungsprogramm wieder harmonisieren.

Weg 2 ist der Weg zu wunderbaren Heilungen, die uns nicht in den Schoß fallen, sondern bewußt auf geistigem Weg anvisiert werden. Dann ist der große Wendepunkt immer das Erwachen einer inneren Wirklichkeit, in der eine Krankheit nicht mehr existieren kann; und zwar aus der Macht des Geistes („Spirit“ und nicht Verstand). Allerdings wirkt auch der Verstand im Bewußtseinsraum, über den auch Geist und körperliches Selbstheilungsprogramm kooperieren. Und weil auch der Verstand eine quasi energetische Instanz ist, unterstützt er geistige Heilungsprozesse, wenn er mit der Natur des selbstheilenden Lebens NICHT MEHR KOLLIDIERT.

Der bewußte Weg ist somit eine bewußte Transformation von Verstandeswelt bzw. Verstandesleben durch elementare Erkenntnisse. Denn elementare Erkenntnisse haben geistige Sprengkraft und sind damit mächtiger als unser Wille und endlos mächtiger als die angeblich trainierbaren Glaubenskräfte, die uns die kommerz-esoterische Welt ausmalt. Sie ermöglichen das Wieder-Freiwerden der Lebensurpotentiale und heilende Schaltvorgänge, die unserem Verstand allemal zu hoch wären. Siehe immer wieder die klassische Spontanheilung, wo Kranke ausnahmslos durch äußere Umstände vom winzigen Menschenverstand umgeschaltet werden auf den endlos wissenderen Geist (Spirit) – unser realistisches Nachahmungspotential!

Einen extrem wichtigen Einblick gibt das Buch in das Thema Kraft bzw. Energien. Es weist vielschichtig nach, daß es diese, so wie wir sie uns vorstellen, überhaupt nicht gibt – daß alle Energiespielchen der Kommerz-Esoterik (Suggestionen, Affirmationen, Glaubenstrainings usw.) die sogenannte Lebenskraft binden, anstatt unseren Bewußtseinsraum dem freien Spiel der Lebensurpotentiale und ihrer selbsttätigen Vermehrung zu überlassen.

Weg 3 zur großen Heilung: Ergänzend führen aktuelle Entwicklungen den Heilungsuchenden auch auf die körperliche (materielle) Ebene zurück. Muß der Körper doch ausführen, was von den feinstofflichen bzw. geistigen Lebenspotentialen gestartet wird. Also zeigt das Buch auch, daß wunderbare Heilung noch öfter eintritt, wenn man auch zweitrangige Probleme verkleinert und die funktionierenden Systeme stärkt; u. a. mit diversen Maßnahmen, die der Standardmedizin schon weit davonlaufen. Und wer meint, ich ignoriere die angebliche Schicksalsmacht der Gene, wird nach dem Kapitel „Und die Gene spielen mit“ weit lichtvoller denken.