Vortrag von Stephan Mögle-Stadel über Global Governance or Human Guidance.

Die sich zunehmend globalisierende Überlebenskrise wird in den nächsten Jahren eine Art Weltnotstandsregierung hervorrufen oder zu einem selbstzerstörerischen Kampf aller gegen alle führen. Wird die Erdbevölkerung, wie eine Schafherde, in eine «Schöne Neue Welt»-Ordnung geführt werden? Wie könnte sich ein globaler Bewusstseinssprung kosmopolitisch so auswirken, dass sich ein menschheitliches Miteinander (humanity and community) durchsetzt?

Am Beispiel der Weltbürgerbewegung von 1948 und des 1961 von westlichen Geheimdiensten im Auftrag eines multinationalen Konzerns ermordeten Friedensnobelpreisträgers und UNO-General-Sekretärs Dag Hammarskjöld beleuchtet der Beitrag das Bewusstseinspotential eines homo humanus integralis.

Der Vortragende Stephan Mögle-Stadel ist Vorstandsmitglied der Weltbürger-Stiftung in New York. Er verweigerte 1989 seinen dt. Kriegsdienst aus ökologischen und kosmopolitischen Gründen mit einer Psychoanalyse der Herrschaftsstrukturen und absolvierte seinen Zivildienst bei den «Vereinten Nationen» in New York. Er studierte Pädagogik, Psychologie und Geschichte (Psychohistory) und veröffentlichte zahlreiche Bücher, darunter:

  • «Die Unteilbarkeit der Erde – Eine Antwort an den Club of Rome» (1996), zusammen mit Prof. Ossip Flechtheim, dem Vater der Futurologie
  • «Ist die Zukunft noch zu retten?» (1995), die Dag Hammarskjöld Biographien «Vision einer Menschheitsethik» (1999)
  • «Dag Hammarskjölds Vermächtnis» (Menschheit an der Schwelle – Globalisierungskrise und Weltwirtschaftsdiktatur) (2003).

1998 sagte er in verschiedenen Publikationen (u.a. Süddeutsche Zeitung) und Vorträgen die heutige Krise auf das Jahr genau voraus. Stephan Mögle-Stadel ist ehemaliges Mitglied einer Tochterorganisation (Braintrust) des Club of Rome. Als Enthüllungsjournalist hat er schon mehrfach Drohungen erhalten.