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Dr. F. William Engdahl im Gespräch mit Michael Vogt über die aggressive Einkreisungspolitik der USA gegenüber Rußland und China, das Zündeln am 3. Weltkrieg und die Rolle der israelischen Regierung.

Die wahren Hintergründe der Finanzkrise. In den Massenmedien wird bewußt verheimlicht, daß in den USA private Bankiers und nicht mehr die Regierung die Macht über das Geld in den Händen hält. «Geld ist Macht.» Dieses Sprichwort existiert seit der Antike und doch haben nur wenige Menschen die wahre Macht des Geldes verstanden. Geld kann Wohlstand, ein maßvolles Wachstum oder eine tiefe Depression hervorrufen. Deshalb ist es von höchster politischer Bedeutung, wer die Macht besitzt, Geld zu erzeugen (zu «schöpfen») oder zu vernichten. Nur der Staat sollte über diese Macht verfügen, da er andernfalls nicht über das Schicksal seiner Bevölkerung wachen kann.

Ein weiterer Faktor ist das Öl. Je (vermeintlich) knapper der Rohstoff, um so erbarmungs- und skrupelloser tobt der Kampf darum. Wer Öl besitzt, dem gehört die Welt – und umgekehrt. Waren im Ersten und Zweiten Weltkrieg lediglich die Versorgungswege kriegsentscheidend, wird spätestens seit den Golfkriegen um den direkten Zugang zu den Ölquellen gerungen und Blut vergossen. Daran wird sich voraussichtlich auch nichts ändern. Im Gegenteil, der Kampf um den Schmierstoff der Weltwirtschaft wird sich verschärfen.

Es geht um die unsichtbaren Fäden, die rote Linie der Ölgeopolitik und der Militär- und Finanzmacht, die mehr als ein Jahrhundert lang ein Hauptfaktor für die Entscheidungen von Regierungen, Terroristen und ganzen Ländergruppen gewesen ist. Nichts hat die Geschichte der letzten hundert Jahre so geprägt wie der Kampf um die Kontrolle der Weltölreserven. Deutlich werden die wahren Hintergründe von Kriegen und Wirtschaftskrisen, von Attentaten und Mordanschlägen. Diese Fäden halten Schlüsselindividuen und -institutionen wie etwa David Rockefeller, Henry Kissinger, Zbigniew Brzezinski in der Hand, die die wahren Machtinstitutionen wie das Council on Foreign Relations, die Bilderberger, die Trilaterale Kommission steuern.

Das sind die Hintergründe des sogenannten «arabischen Frühlings» wie der «farbigen Revolutionen» Osteuropas, die us-gesteuert sind und nur dem einen Zweck der Einkreisung Rußlands und letztlich Chinas dienen. Deswegen und nicht, um Demokratie und Freiheit zu bringen, stehen Syrien und der Iran als nächstes auf der Liste geplanter Aggressionen, wobei sich hier erschwerend der verhängnisvolle Einfluß einer ultrarechten Regierung in Israel geltend macht.