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Peter Feist im Gespräch mit Michael Vogt über eine besetztes Land und die Wege zur Wiedererlangung deutscher Souveränität.

Wir bekommen keine äußere Souveränität ohne den Kampf um unsere innere Souveränität. Die innere Souveränität ist eng verknüpft mit der Identität der handelnden Subjekte, ihrer Nation. Und die Frage nach der Nation fordert eine intensive Beschäftigung mit unserer eigenen Geschichte.

Die deutsche Geschichte darf nicht länger reduziert werden, auf die Jahre zwischen 1933 und 45. Das ist AUCH unsere Geschichte. Aber wir sollten nicht mehr länger zulassen, daß der Umgang damit uns von außen vorgeschrieben wird. Wir blicken auf mehr als 1000 Jahre deutscher Geschichte zurück. Daran sollten wir uns wieder erinnern. Eben souverän mit unserer Geschichte umgehen lernen.

Unverändert gelten für die BRD die „Feindstaatenklauseln“ der Vereinten Nationen, nach denen Deutschland als Feindstaat betrachtet und jederzeit behandelt werden kann – fast 70 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges. Und nach den Regelungen des 2 plus 4-Vertrages, der dem wiedervereinigten Deutschland vermeintlich die Souveränität (deren Existenz der Bundesfinanzministerdarsteller seit 1945 komplett in Abrede stellt) brachte, gelten Bestimmungen des Besatzungsrechts unverändert fort. Und selbst das Grundgesetz wurde resp. des Artikels, der regelt, daß die BRD die Kosten der Besatzung zu tragen hat, nie geändert. Zumindest die westlichen „Verbündeten“ nutzen die unverändert mangelnde bis fehlende Souveränität der BRD, um ihren Nutzen daraus zuziehen. Anders Rußland. Der Militärhistoriker, Peter Feist, favorisiert daher ein Bündnis mit Rußland.

Er bezieht sich auf die geschichtlichen Erkenntnisse, wonach immer Ruhe und Prosperität herrschte, wenn Deutschland mit Rußland verbündet war. »Eurasien ist das Schachbrett, auf dem der Kampf um globale Vorherrschaft auch in Zukunft ausgetragen wird.« (Zbigniew Brzezinski, Präsidentenberater)

Weitere Themen & Fragen

  • Was interessiert einen gestandenen Kommunisten und/oder Marxisten an der Frage nach der staatlichen Souveränität?
  • Warum beziehen die Linke und die LINKE in der Regel einen nihilistischen Standpunkt zur Nation?
  • Woran kann man staatliche Souveränität festmachen?
  • Wodurch ist die nationale Souveränität Deutschland eingeschränkt?
  • Warum wird das Problem Feindstaatenklausel vor der deutschen Öffentlichkeit mehr oder weniger geheim gehalten?
  • Wie können wir unsere Souveränität zurückgewinnen?
  • Welche außenpolitischen Bedingungen sind zur Rückgewinnung der Souveränität notwendig?